Beschleunigende Zusatzstoffe · 🇨🇭 Switzerland
Denka SC-1®
Extrem schnell – Laborversuche empfohlenErstarrungs- und Erhärtungsbeschleuniger aus amorphem Calciumaluminat und Anhydrit
Denka SC-1® ist ein pulverförmiger Erstarrungs- und Erhärtungsbeschleuniger des japanischen Herstellers Denka. Er besteht aus amorphem Calciumaluminat (ACA) und Anhydrit. Mit 5–20 % bezogen auf das Zementgewicht beschleunigt Denka SC-1® Erstarrung und Frühfestigkeit von Reparatur-, Verguss- und Wasser-Stoppmörteln, Schnellzementklebern, Fußbodenmassen sowie Spritzbeton im Trockenspritzverfahren. Da das Produkt extrem schnell abbindet, wird die Verarbeitungszeit über einen geeigneten Verzögerer eingestellt. NEWCHEM liefert Denka SC-1® in der Schweiz und Europa.
- Zusammensetzung
- Amorphes Calciumaluminat (ACA) + Anhydrit
- Dosierung
- 5–20 % bezogen auf Zementgewicht
- Mahlfeinheit
- 5.000–7.000 cm²/g (Blaine)
- Verpackung
- Sack 20 kg · Big Bag 1.000 kg
Wichtiger Verarbeitungshinweis
Denka SC-1® bindet extrem schnell ab. Für praktikable Abbindezeiten wird ein geeigneter Verzögerer in einer etwas höheren als der gewöhnlichen Zugabemenge empfohlen. Laborversuche sind dringend empfohlen.
Empfohlener Verzögerer: DENKA SETTER D-200
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Haben Sie Fragen oder benötigen Sie technische Unterstützung? Wir antworten in Kürze.
Anwendungen
Reparaturmörtel
Schnellreparatursysteme für Beton- und Estrichinstandsetzung mit kurzen Wiederbelastungszeiten.
Vergussmörtel
Schnell erhärtende Verguss- und Ankermörtel, Maschinenfundamente, Montagemörtel.
Wasser-Stoppmörtel
Abdichtende Systeme zum Stoppen von drückendem und nicht drückendem Wasser.
Fliesenkleber
Schnellzementkleber mit früher Begehbarkeit und Verfugbarkeit.
Fußbodenmassen
Schnellestriche, Nivellier- und Ausgleichsmassen mit rascher Belegreife.
Spritzbeton im Trockenspritzverfahren
Pulverförmige Zugabe zur Trockenmischung für schnelles Ansteifen und hohe Frühfestigkeit, z. B. bei Sicherung, Instandsetzung und Spritzmörtelarbeiten.
Die Eigenschaften hängen maßgeblich vom Verhältnis Denka SC-1® zu Portlandzement, von der Rezeptur und vom Verzögerersystem ab. Wir empfehlen Laborversuche – unser Anwendungstechnik-Team unterstützt Sie bei Zugabemenge und Verzögererabstimmung. Bei Spritzbeton sind Zugabemenge, Verzögerer, Zementart und Maschinentechnik in Eignungsprüfungen am Projekt abzustimmen.
Vorteile
- Schnelle bis sehr schnelle Erstarrung: je nach Zugabemenge gezielt einstellbar
- Hohe bis sehr hohe Frühfestigkeit: bereits nach kurzer Zeit
- Geringes Schwinden: die Ettringitbildung wirkt als chemische Vorspannung
- Stabiles Gefüge ohne Festigkeitsverlust: keine Phasenumwandlung (Konversion), anders als bei klassischen Calciumaluminatzementen
- Gute Haftung: auf zementären Untergründen
- Einfache Handhabung: gut dosier- und förderfähiges Pulver, verträglich mit Portlandzementen, Hüttensand, Flugasche und Kalkhydrat
- Kürzere Sperr- und Standzeiten: durch sehr kurze Erstarrungs- und Erhärtungszeiten
- Für das Trockenspritzverfahren geeignet: als Pulver direkt in der Trockenmischung dosierbar
Wirkprinzip
Lösung: ACA und Anhydrit gehen bei Wasserzugabe sehr schnell in Lösung.
Ettringitbildung: Die Reaktion mit Wasser führt unmittelbar zur Bildung von stabilem Ettringit.
Frühfestigkeit: Rascher Gefügeaufbau mit hoher Frühfestigkeit und dauerhafter Stabilität.
Steuerung: Geeignete Verzögerer stellen das erforderliche Verarbeitungsintervall ein.
Gefügestabilität: Der gebildete Ettringit ist eine stabile Verbindung. Phasenübergänge (Konversion), die zu einem nachträglichen Festigkeitsverlust führen können, treten nicht auf.
Schwindverhalten: Bei ausreichendem Wasserangebot bewirkt die Ettringitbildung eine Volumenzunahme. Diese wirkt als chemische Vorspannung und führt bei Trocknung zu einem verringerten Schwindmaß.
Steuerung über Dosierung und Verzögerer
| Eigenschaft | Bei steigender Zugabemenge |
|---|---|
| Erstarrungszeit | kürzer |
| Frühfestigkeit | höher |
| Verzögererbedarf | höher |
| Verarbeitungszeit | kürzer |
Qualitative Darstellung ohne Messwerte. Eine Überdosierung bewirkt eine extrem schnelle Abbindung und sehr hohe Frühfestigkeiten. Genaue Zugabemenge sowie das optimale Verhältnis von Verzögerer und Beschleuniger sind durch Laborversuche zu ermitteln.
Technische Daten
Chemische Zusammensetzung (M.-%, ca.)
| Bestandteil | Einheit | Spezifikation |
|---|---|---|
| Al₂O₃ | M.-% | 22–25 |
| CaO | M.-% | 39–45 |
| SO₃ | M.-% | 26–30 |
Mineralogische Basis: amorpher Klinker (amorphes Calciumaluminat, ACA) in Kombination mit Anhydrit.
Physikalische Eigenschaften (ca.)
| Eigenschaft | Einheit | Typ. Wert |
|---|---|---|
| Beschaffenheit | – | Weißgraues Pulver, gut dosier- und förderfähig |
| Kornrohdichte | g/cm³ | 2,9–3,1 |
| Mahlfeinheit nach Blaine | cm²/g | 5.000–7.000 |
| Dosierung | % bez. Zementgewicht | 5–20 |
| Verträglichkeit | – | Portlandzement, Hüttensand, Flugasche, Kalkhydrat |
Typische Produktionswerte, keine garantierten Eigenschaften. Verbindlich ist das aktuelle Technische Datenblatt (TDS-DENKA-SC-1-2026-DE, Version 1.0, September 2026).
Normen, Qualität und Sicherheit
Produkteinordnung
Denka SC-1® ist ein funktionaler Zusatzstoff für zementgebundene Systeme. Eine eigenständige CE-Kennzeichnung als Bauprodukt besteht nicht. Die Konformität wird über das Endprodukt (Beton, Mörtel, Trockenmörtelsystem) nachgewiesen.
Anwendungsbezug
Zu beachten sind insbesondere EN 206 (Beton), EN 197 (Zement) und EN 998 (Mörtel), die Anforderungen an Zusatzmittel nach EN 934-2 (anwendungsbezogen zu prüfen) sowie die nationalen Anwendungsregeln. Für Spritzbeton gelten zusätzlich EN 14487 sowie für Spritzbeton-Zusatzmittel EN 934-5; die Anforderungen sind anwendungsbezogen zu prüfen.
Qualitätssicherung
Chargenbezogene Qualitätsprüfung (chemische Zusammensetzung, Mahlfeinheit, Reaktivität). Chargenbezogene Analysenzertifikate auf Anfrage.
Sicherheitshinweis
Reagiert mit Wasser alkalisch und ist wie Zement zu handhaben. Augen- und Hautkontakt vermeiden, Schutzbrille und Handschuhe tragen. Weitere Angaben im Sicherheitsdatenblatt.
Verpackung und Lagerung
| Verpackungseinheit | Nettogewicht |
|---|---|
| Sack | 20 kg |
| Big Bag | 1.000 kg |
| Palettierung / Gebinde | auf Anfrage |
Denka SC-1® ist feuchtigkeitsempfindlich und trocken sowie kühl zu lagern. Gebinde geschlossen halten, vor Feuchtigkeitsaufnahme schützen und angebrochene Gebinde zügig aufbrauchen.
Dokumentation
Für Denka SC-1® stellen wir Ihnen auf Anfrage folgende Unterlagen zur Verfügung:
- Technisches Datenblatt (TDS-DENKA-SC-1-2026-DE, Version 1.0, 09/2026)
- Sicherheitsdatenblatt (SDS)
- Chargenbezogene Analysenzertifikate auf Anfrage
Häufig gestellte Fragen
Was ist Denka SC-1®?
Denka SC-1® ist ein pulverförmiger Erstarrungs- und Erhärtungsbeschleuniger von Denka aus amorphem Calciumaluminat (ACA) und Anhydrit. Er beschleunigt Erstarrung und Frühfestigkeit zementgebundener Systeme wie Reparatur-, Verguss- und Wasser-Stoppmörtel, Schnellzementkleber, Fußbodenmassen sowie Spritzbeton im Trockenspritzverfahren.
Wie hoch ist die typische Dosierung von Denka SC-1®?
Typischerweise 5–20 % bezogen auf das Zementgewicht, je nach gewünschten Eigenschaften. Mit steigender Zugabemenge werden Erstarrung und Verarbeitungszeit kürzer, die Frühfestigkeit höher und der Verzögererbedarf größer. Die genaue Menge ist in Laborversuchen zu ermitteln.
Warum braucht Denka SC-1® einen Verzögerer?
Das amorphe Calciumaluminat ist sehr reaktiv, die Ettringitbildung setzt unmittelbar nach Wasserzugabe ein. Ein ausreichendes Verarbeitungsintervall wird erst durch einen geeigneten Verzögerer erreicht, z. B. DENKA SETTER D-200, empfohlen in einer etwas höheren als der gewöhnlichen Zugabemenge.
Tritt bei Denka SC-1® ein Festigkeitsverlust durch Konversion auf?
Nein. Der gebildete Ettringit ist stabil; Phasenübergänge (Konversion), die zu einem nachträglichen Festigkeitsverlust führen können, treten nicht auf.
Reduziert Denka SC-1® das Schwinden?
Ja. Bei ausreichendem Wasserangebot führt die Ettringitbildung zu einer Volumenzunahme, die als chemische Vorspannung wirkt und das Schwindmaß bei Trocknung verringert.
Eignet sich Denka SC-1® für Spritzbeton?
Ja, für Spritzbeton und Spritzmörtel im Trockenspritzverfahren. Denka SC-1® wird als Pulver der Trockenmischung zugegeben und sorgt für schnelles Ansteifen und hohe Frühfestigkeit. Zugabemenge und Verzögerer sind in Eignungsprüfungen mit dem eingesetzten Zement und der Maschinentechnik festzulegen. Für das Nassspritzverfahren werden üblicherweise flüssige Beschleuniger eingesetzt.
Mit welchen Bindemitteln ist Denka SC-1® verträglich?
Mit Portlandzementen und hydraulischen Bindemitteln einschließlich Hüttensand, Flugasche und Kalkhydrat.
Was ist der Unterschied zwischen Denka SC-1® und Denka Beform®?
Beide basieren auf amorphen Calciumaluminaten. Denka SC-1® enthält zusätzlich Anhydrit, wird mit 5–20 % bezogen auf das Zementgewicht dosiert und bindet extrem schnell ab – er eignet sich besonders für Reparatur-, Verguss-, Wasser-Stoppmörtel, Schnellkleber, Fußbodenmassen sowie Trockenspritzbeton. Denka Beform® ersetzt typisch 10–25 % des Zements, ist mit DENKA SETTER D-300 auf ca. 20 Minuten bis 2 Stunden Verarbeitungszeit einstellbar und wird zusätzlich für Betonfertigteile und kürzere Schalzyklen eingesetzt.
Hat Denka SC-1® eine CE-Kennzeichnung?
Nein, als funktionaler Zusatzstoff besteht keine eigenständige CE-Kennzeichnung. Die Konformität wird über das Endprodukt (Beton, Mörtel, Trockenmörtelsystem) nachgewiesen, z. B. nach EN 206 oder EN 998.
In welcher Verpackung ist Denka SC-1® erhältlich und wie wird es gelagert?
Im 20-kg-Sack und im 1.000-kg-Big-Bag; Palettierung auf Anfrage. Das Produkt ist feuchtigkeitsempfindlich, daher trocken und kühl lagern und Gebinde geschlossen halten.
Welche Dokumente sind verfügbar?
Technisches Datenblatt, Sicherheitsdatenblatt (SDS) und auf Anfrage chargenbezogene Analysenzertifikate.
Muster anfordern
Haben Sie Fragen oder benötigen Sie technische Unterstützung? Wir antworten in Kürze.
